Oberbilker Schachverein

seit mehr als 50 Jahren im Herzen Düsseldorfs

Oberbilk in den Bergen (1)

Von Sven Mühlenhaus.

Bernhard Stillger machte mich auf ein traditionsreiches und sehr stark besetztes Open im kleinen Örtchen Benasque in den spanischen Pyrenäen aufmerksam. Die Reiseplanung ergab bald, daß sich dieser Wintersportort am Ende der Welt befindet; 250 km vom nächsten Flughafen entfernt. Das klang interessant, also legten wir los!

Die Anreise am 2.Juli dauerte entsprechend mehr als zwöf Stunden: Mit dem Flieger von Düsseldorf nach München, von dort weiter nach Toulouse. In Toulouse nahmen wir (bzw. Bernhard, da ich keinen Führerschein besitze) einen Mietwagen ins Gebirge.

In Benasque auf 1.100 m angekommen, stellten wir fest, daß der Nebenort Cerler, in dem wir das Hotel gebucht hatten, und der auf der Karte weniger als 2 km vom Spiellokal entfernt lag, sich außerdem 400 m höher befand ("Der höchstgelegene Ort der aragonischen Pyrenäen") und nur über eine sieben km lange, sehr enge, steile und mit lustigen Serpentinen versehene Straße zu erreichen war. Der geplante tägliche Spaziergang zum Spiellokal wurde also gestrichen. 

Während des gesamten  Turniers wurde die Gegend von der größten Hitzewelle seit Menschengedenken heimgesucht. Trotz 1.100 bzw. 1.500 Metern Höhe wurde ab 10 Uhr morgens die 30° -Marke deutlich überschritten, und so blieb es jeweils bis in den späten Abend, was wiederum angenehm war, wenn wir auf der Hotelterrasse den Tag bei einem schönen Rotwein ausklingen ließen. 

Der gewaltige Spielsaal war glücklicherweise exzellent belüftet, so daß wir nur über unsere Stellungen ins Schwitzen kamen.

Die Aufgaben der ersten beiden Runden konnten wir mehr oder weniger souverän lösen, doch in der 3.Runde warteten auf Bernhard und mich die ersten der 34 Großmeister unter den mehr als 400 Teilnehmern ...

Benasque 1

 

Mittagspause auf der Hinfahrt. Die französische Küche ist auch nicht mehr das, was sie mal war.