Oberbilker Schachverein

seit mehr als 50 Jahren im Herzen Düsseldorfs

2. Mannschaft

Bezirksliga

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1SG Benrath 1**4,56,05,03915.5
2SV Hilden 2**6,04,05,53715.5
3SF Gerresheim 32,0**5,06,53613.5
4SG Neuss 1**6,06,02612.0
5SC Erkrath 2**5,05,52610.5
6Düsseldorfer SV 34,03,0**5,53412.5
7Düsseldorfer SK 53,52,0**4,53310.0
8Oberbilker SV 22,52,53,5**308.5
9SV Wersten 12,02,53,0**307.5
10SV Grevenbroich 13,01,52,0**306.5
Auf Wunsch der zweiten Mannschaft vom SV Hilden wurde der Mannschaftskampf um eine Woche auf den 25.09. vorgezogen, da sich am verlängerten Wochenende zu viele Spieler aus Hilden sich im Urlaub befunden hätten. Trotzdem war auch an diesem Tag bei den Hildenern ein Mann im Urlaub (der Gegner von Martin Vesper) und konnte deshalb nicht spielen. Weil auch Hilden 3 und 4 zeitgleich Mannschaftskämpfe hatten und keine Ersatzspieler stellen konnten, bedeutete dies: ein Punkt kampflos für unsere zweite Mannschaft.
Doch dann folgte eine böse Überraschung: wie üblich hatte unser Mannschaftsführer bei der Begrüßung der gegnerischen Spieler auch diesmal den Hinweis an die Spieler gegeben, ihre Handys abzuschalten. Leider hatte einer unserer Spieler diesen Hinweis offenbar nicht verstanden. Seine Partie befand sich noch in der Eröffnungsphase, da klingelte es bei ihm – und nach den strengen Regeln des Deutschen Schachbunds war folglich seine Partie verloren.
Im weiteren Verlauf schlossen Boris und Mikhail schnell Frieden mit ihren Gegnern, während Andreas Balz nach einem taktischen Versehen leider schon frühzeitig die Segel streichen musste. Dani konnte seinen Vorteil im Mittelspiel zum Gewinn verwerten, so dass es zwischenzeitlich 3:3 stand.
Michael Schlüter gelang es, in einem Halbslawen mit einem Bauernvorstoß auf e5 den gegnerischen Läufer auf c8 und den Turm auf a8 lange Zeit vom Spiel auszuschließen. Trotzdem begann sein Gegner bei beiderseitig kurzen Rochaden mit einem ungestümen Königsangriff und stellte einen Springer ein, ohne Michaels König wirklich ernsthaft zu gefährden: voller Punkt für Michael. Doch das reichte leider nicht für den Mannschaftssieg, da Martin Lehotzky in aussichtsloser Stellung mit einem Turm weniger aufgeben musste. Endstand: 4:4
Fazit: ein Mannschaftssieg und ein Unentschieden bei Saisonstart – das hört sich zwar gut an, aber da uns die wirklich starken Gegner noch bevorstehen, könnten uns im Abstiegskampf die beiden verschenkten Mannschaftspunkte am Ende noch fehlen – wollen wir es nicht hoffen! Jedenfalls ärgerlich, wenn man vergisst, vor Beginn der Partie sein Handy auszuschalten...

Martin Vesper

Runde 2 am 02.10.2016 um 10:00 Uhr

Br.Rangnr.Oberbilker SV 2 -Rangnr.SV Hilden 2 4 : 4
19Vesper, Martin-9Westermann, Walter+ : -
210Lehotzky, Martin-10Weinrich, Herbert0 : 1
311Lekakh, Mikhail-11Reiter, Michael½ : ½
412Schlüter, Michael-12Kopowski, Jürgen1 : 0
513Tafipolskij, Boris-13Gillmann, Wolfgang½ : ½
614Raskin, Valentin-14Gailis, Gunnar0 : 1
715Balz, Andreas-15Payenberg, Gerwin0 : 1
816Tamiru, Dagnachew-33Klimczak, Sascha1 : 0
Unsere zweite Mannschaft musste zu Beginn der neuen Saison mit zwei Ersatzspielern auswärts gegen Grevenbroich antreten, die für die Mannschaftskämpfe ihren Austragungsort nach Bedburdyck verlegt hatten. Falls nicht bekannt sein sollte, wo das liegt: das Dorf gehört zur Gemeinde Jüchen und liegt wenige Kilometer vom Schloss Dyck entfernt. Bedburdyck war an diesem Sonntagmorgen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Martin Vesper zog es vor, mit den weißen Steinen eine millionenfach gespielte Hauptvariante des orthodoxen Damengambits zu spielen und nach der ersten Zugwiederholung Remis anzubieten. Sein Gegner warf einige kurze Blicke auf die anderen Bretter, sah, dass bereits in der Eröffnung Michael Schlüter auf Verlust stand, und nahm das Remisangebot an.
Unsere russischen Spieler gewannen beide ihre Partien. Boris hatte einen Königsangriff; die Stellung war dennoch zweischneidig. Da stellte sein Gegner eine Figur ein und gab daraufhin auf. Glück hatte auch Mikhail in einem Endspiel Springer und ein Bauer gegen drei Bauern, weil sein Gegner, um nicht einen Bauern zu verlieren, eine Gelegenheit verpasste, Mikhails letzten Bauern abzutauschen.
Manuel spielte eine solide Eröffnung und ließ seinen Gegner ins offene Messer laufen. Dieser stellte zunächst einen wichtigen Zentrumsbauern und im weiteren Verlauf eine Figur ein und gab auf.
So liefen noch drei Partien, und es fehlte noch ein Punkt für den Mannschaftssieg. Dani hatte die Gelegenheit hierzu mit zwei Mehrbauern, doch der Versuch, diesen Punkt durch einen Angriff zu erzielen, scheiterte, weil die gegnerische Dame in seine Stellung eindringen und Dauerschach geben konnte.
Für die spannendste Partie des Mannschaftskampfs sorgte unser spanischer Neuzugang Francisco mit einem mutigen Doppelopfer – erst Springer gegen Bauer und anschließend Qualitätsopfer für einen chancenreichen Königsangriff – allerdings ohne zwingenden sofortigen Gewinn. Nach der ersten Ungenauigkeit seines Gegners bei seiner Verteidigung konnte Francisco entweder Dauerschach geben oder auf Risiko spielen – er entschied sich für Letzteres. Dabei verpasste er die Chance, in ein besseres Endspiel überzuleiten, weil er ein Matt sah, das sein Gegner allerdings durch Hergabe seiner Dame abwenden konnte. Damit war der Angriff zunächst einmal abgewehrt; allerdings hatte Francisco mit einem vorgerückten Freibauern noch einen letzten Trumpf, musste allerdings achtgeben, nicht selbst mattgesetzt zu werden. Doch die Partie hatte Nerven gekostet. Umringt von “Zuschauern”, deren Partien bereits beendet waren, unterlief Francisco leider ein verhängnisvoller Fehler, der ihn selbst ins Matt führte. Bei präziser Verteidigung hätte sein Gegner lediglich Dauerschach geben können, weil der eigene Freibauer kurz vor der Umwandlung in eine Dame stand. Jammerschade, dass die beiden positionellen Opfer nicht den gewünschten Erfolg brachten, wie in so manchen Partien von Tal oder Kasparow, aber auch auf kleinerem Niveau war diese Partie eine Werbung für Amateurschach.
Am Schluss des Mannschaftskampf lief als letzte Partie noch diejenige von Martin Lehotzky. Dieser hatte ein Läuferendspiel mit einem Bauern weniger und dem “schlechten” Läufer. Durch tapfere Verteidigung und etwas Glück, weil sein Gegner eine Ungenauigkeit übersah und seine Chance nicht nutzte, gelang es Martin, die Partie zu halten und den letzten halben Punkt zum Mannschaftssieg zu erzielen – Endstand 4,5:3,5.

Martin Vesper

Runde 1 am 11.09.2016 um 10:00 Uhr

Br.Rangnr.SV Grevenbroich 1 -Rangnr.Oberbilker SV 2 3,5 : 4,5
11Maaßen, Bernd Walter-9Vesper, Martin½ : ½
23Meyer, Stefan-10Lehotzky, Martin½ : ½
34Büttner, Peter-11Lekakh, Mikhail0 : 1
45Cheraghi, Mohammadhossein-12Schlüter, Michael1 : 0
56Sparka, Heinz-13Tafipolskij, Boris0 : 1
68Thievessen, Karl-16Tamiru, Dagnachew½ : ½
710Rose, Theo-2002Rengifo, Manuel0 : 1
813Lüno, Dominik-37Alcalá, Francisco1 : 0