Oberbilker Schachverein

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OSV 2: Rote Laterne abgegeben

Organisatorisch läuft es noch nicht ganz optimal, so dass drei Oberbilker die Reise nach Hilden kurzfristig mit dem Taxi antreten mussten. Damit sich der finanzielle Einsatz lohnt, wurde in der siebten Runde der Bezirksliga aber auch ordentlich gekämpft! Durch einen 5:3-Auswärtssieg gegen Hilden II hat die zweite Mannschaft einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht und den letzten Tabellenplatz verlassen.
 
Es fing gut an: Martin Vesper nahm seinem Gegner nach 21 Zügen einen Turm ab, was den ersten Hildener zur Aufgabe bewog. Auch Boris gewann kurze Zeit später seine Partie. Andreas spielte in der Eröffnung eine Reihe von Ungenauigkeiten, was schließlich zu Materialverlust und zur Aufgabe führte. Nach zwei Stunden lagen wir so zwar mit 2:1 in Führung, doch sollte der Mannschaftskampf noch lang und nervenaufreibend werden. Zunächst glich Hilden aus, nachdem Sven in gedrückter Stellung dem gegnerischen Angriff nicht mehr standhalten konnte. Valentin hatte zu diesem Zeitpunkt eine Qualität und einen entfernten Freibauern mehr. Auch wenn er nicht den schnellsten Gewinnweg fand, konnte er Oberbilk aber die erneute Führung sichern. Allerdings war das Ergebnis des Mannschaftskampfs noch völlig offen. Martin Lehotzky hatte am Spitzenbrett ein nur leicht bessere Stellung, dafür stand Philipp an Brett 2 in einem offenen Schlagabtausch sehr stark unter Druck und an Brett vier schwankten die Waagschalen wild!

Die erste Zeitkontrolle brachte aber die Wende! Micha machte als Nachziehender Druck gegen einen Isolani seines Gegners. Beim unzulänglichen
Versuch, sich Angriffschancen gegen den gegnerischen König zu verschaffen, wurde aus dem Isolani aber ein gefährlicher Freibauer. In letzter Sekunde rettete sich der Spieler der Heimmannschaft noch über die 40-Züge-Grenze, wobei aber ein Turmendspiel mit einem Mehr-Freibauern für Michael zustande kam. An den beiden Spitzenbrettern wurde die erste Zeitperiode von allen Spielern voll ausgenutzt. Martin Lehotzky war ausgeschlafen genug, um seinen minimalen Stellungsvorteil zu behalten und Philipp schaffte es seine schlechte Stellung in einen deutlichen Vorteil umzuwandeln.

Doch Micha machte es spannend, ließ die Chance auf den Sieg aus und musste die Partie Remis geben. Martin spielte seine Partie solide weiter, doch im Springerendspiel bei gleichen Bauern konnte auch er nicht über ein Remis hinauskommen, sicherte aber schon mal den ersten Mannschaftspunkt. So trug Philipp die Last der Verantwortung, mindestens ein Remis für den Mannschaftssieg zu erreichen. In einer weiterhin komplexen Stellung überstand er aber mit präzisem Spiel alle Versuche seines Gegners, einen aufopferungswilligen Königsangriff zu starten und konnte zugleich Nadelstiche in der gegnerischen Stellung setzen. Schließlich streute Philipp mit weniger als fünf Minuten auf der Uhr ein zweizügiges Matt ein und brachte seinen Gegner zur Aufgabe und der Mannschaft den Auswärtssieg.

Dank günstiger Ergebnisse in den anderen Kämpfen konnte die Mannschaft die rote Laterne abgeben und hat den Klassenerhalt wieder selbst in der Hand. Mit einem Sieg in Runde acht wäre der Nicht-Abstieg schon so gut wie besiegelt.